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Freundschaft - Eine wahre Geschichte
22.12.2007 00:00 -
Hallo! Ich bin der Konna von der Gedankendeponie und habe heute die Ehre im Zuge des Blogjulklapps einen Gastbeitrag hier bei Caro schreiben zu dürfen. Diese Gelegenheit möchte ich nutzen, um eine Geschichte zu erzählen, die meiner Meinung nach sehr gut in die Weihnachtszeit passt, die ja eine Zeit der Besinnung ist, in der man an das denken soll, was man hat und an die, die man liebt. Personen, die einem viel bedeuten und die einem am Herzen liegen, weil sie für einen das sind, was man allgemein Freunde nennt.
Doch bevor ich die Geschichte einer ganz speziellen Freundschaft erzähle, ist es erstmal nötig diesen doch recht abstrakten Begriff Freundschaft irgendwie zu erklären, denn es gibt definitiv sehr verschiedene Ansichten, was Freundschaft eigentlich ist. Die einen denken, dass Freundschaft darauf beruht, dass man ähnliche Interessen hat oder das man viel Zeit miteinander verbringt und ganz viel Spaß zusammen hat. Doch würde ich dieses keine gute Freundschaft nennen, so was ist eher kumpelhaft, aber nichts tiefgehendes wie Freundschaft. Freundschaft kann auch ohne dies alles bestehen, denn sie baut auf ganz andere Werte auf. Vertrauen, Treue, Mitgefühl sind nur einige dieser Werte, eine hundertprozentig passende Beschreibung von Freundschaft ist eigentlich gar nicht möglich. Selbst wenn man nur wenige Worte wechselt kann man richtig gut befreundet ein, weil man weiß, dass man sich auf den anderen verlassen kann in der Not, weil man weiß, dass er einen versteht, weil man weiß, dass er sich selbst jederzeit für einen zurückstellen würde. Eine Freundschaft kann über hunderte Kilometer entfernt bestehen, sie kann bestehen, ohne dass man sich jemals begegnet ist, sie kann auch trotz größter Unterschiede zwischen den Menschen bestehen. In einer Freundschaft ist kein Platz für Egoismus, Selbstverliebtheit und Forderungen. Wahre Freundschaft zeigt sich erst in den dunklen, schwierigen Momenten
Eine wahre Freundschaft kann nicht zerbrechen, sie überdauert alle Probleme und Schwierigkeiten. Jeder hat irgendwann einmal die Erfahrung gemacht und einen guten Freund verloren und fragt sich, wie das passieren konnte. Ich bin davon überzeugt, dass jede Freundschaft, die zerbricht, keine wahre Freundschaft war, da sie sonst niemals zerbrochen wäre. Da man dies aber nie genau vorher wissen kann, ist die Enttäuschung manchmal unvermeidlich.
Nun aber zu der Geschichte, die ich erzählen möchte: 2007 war ein Jahr, in dem ich einige Freunde verlor, aus verschiedenen Gründen sind diese zerbrochen und wohl unwiederbringlich verloren. Doch genauso habe ich einige Freundschaften hinzugewonnen, von denen ich hoffe, dass sie nicht zerbrechen werden und keine temporäre Erscheinung bleiben. Die Freundschaft, von der ich erzählen möchte, ist eine für mich sehr besondere. Sie beruht quasi auf einem Kinderbuch, dem Hasen mit der roten Nase. Ich dachte immer, ich würde niemals jemanden treffen, der dieses Buch auch kennt und mag wie ich. Doch habe ich mich glücklicherweise getäuscht.
Die durch dieses niedliche Buch entstandene Freundschaft ist nun schon fast 1 Jahr alt, sie brauchte zwar eine ganze Weile, um sich zu festigen, aber sie ist inzwischen zu einer richtig guten Freundschaft geworden, die sich nicht nur darin begründet, dass ähnliche Interessen oder ein gleichgearteter Musikgeschmack bestehen, sondern weil Vertrauen da ist, weil man weiß, dass man sich auf den anderen verlassen kann, weil man merkt, dass man dem anderen am Herzen liegt und man Höhen und Tiefen zusammen durchlebt, weil man nicht nur Spaß zusammen hat, sondern auch ernste, tiefgründige Gespräche führt. Es ist eine Freundschaft, wie ich selbst nur wenige habe, für die ich aber umso dankbarer bin. Denn ich weiß, dass ich so akzeptiert werde, wie ich bin und nicht umgebogen werde, ich bin frei und werde ernst genommen. Freundschaften wie diese erhellen den tristen Alltag machen das Leben lebenswert.
Darum an dieser Stelle einfach mal ein großes Dankeschön an alle Menschen da draußen, die ein für irgendeinen anderen Menschen ein wahrer Freund oder eine wahre Freundin sind und einem anderen Menschen das Leben ein Stück weit erträglicher und erfreulicher machen. Ohne euch würde gar nichts gehen. Danke!
Vielen Danke Konna für diesen schönen Text. Gruß eure Zitrone
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